Matterport, 3DVista und 360°-Kameras sind keine direkten Alternativen, sondern unterschiedliche Bausteine: Eine 360°-Kamera nimmt die Panoramen auf, eine Software wie 3DVista verbindet sie zur Tour, und Matterport ist eine Komplettplattform mit eigenen 3D-Kameras und Cloud-Hosting im Abo. Welche Lösung passt, hängt von Ziel, Budget und gewünschter Unabhängigkeit ab.
Wie entsteht ein virtueller Rundgang?
Jeder virtuelle Rundgang besteht aus mehreren Rundumaufnahmen, die an festen Standpunkten im Raum entstehen. Diese 360°-Panoramen werden anschließend miteinander verknüpft, sodass der Betrachter von Punkt zu Punkt springen kann. Dazu kommen Infopunkte, ein Grundriss und auf Wunsch weitere Inhalte wie Fotos oder Videos. Die Unterschiede liegen darin, womit aufgenommen, womit die Tour gebaut und wo sie veröffentlicht wird.
Die 360°-Kamera: das Aufnahmewerkzeug
360°-Kameras haben zwei oder mehr Objektive und erfassen den gesamten Raum mit einer Aufnahme. Sie sind kompakt, schnell und für Immobilien weit verbreitet. Für hohe Qualität arbeiten Profis mit Stativ, Belichtungsreihen für helle Fenster und sorgfältiger Nachbearbeitung. Alternativ lassen sich Panoramen auch mit einer Spiegelreflexkamera auf einem Panoramakopf aus vielen Einzelbildern zusammensetzen – das ist aufwendiger, liefert aber sehr hohe Auflösungen.
3DVista: Software mit Einmallizenz
3DVista Virtual Tour Pro ist eine Software, mit der aus 360°-Panoramen interaktive Touren entstehen: mit Raumwechseln, Infopunkten, Grundrissen, eingebetteten Medien und einem VR-Modus. Die Software wird mit einer einmaligen Lizenz erworben. Fertige Touren lassen sich als HTML5-Paket exportieren und auf dem eigenen Webspace veröffentlichen; optional bietet der Hersteller ein eigenes Hosting an. Touren funktionieren im Browser, offline und in VR-Brillen wie der Meta Quest.
Matterport: Komplettplattform mit Abo
Matterport ist eine Plattform, die Aufnahme, Verarbeitung und Veröffentlichung verbindet. Aufgenommen wird mit eigenen 3D-Kameras wie der Matterport Pro3 mit LiDAR-Sensor, mit unterstützten 360°-Kameras oder mit dem Smartphone. Die Plattform berechnet daraus einen sogenannten digitalen Zwilling mit Puppenhaus-Ansicht und Messfunktionen. Veröffentlicht und gehostet werden die Touren in der Matterport-Cloud, die Nutzung ist an ein Abonnement gebunden.
Die Unterschiede im Überblick
| 360°-Kamera + 3DVista | Matterport | |
|---|---|---|
| Aufnahme | 360°-Kamera oder Spiegelreflex mit Panoramakopf | Matterport-3D-Kamera, unterstützte 360°-Kameras oder Smartphone |
| Kosten-Modell | Einmalige Software-Lizenz, Hosting frei wählbar | Abonnement für Plattform und Hosting |
| Hosting | Eigener Webspace oder Hersteller-Hosting | Matterport-Cloud |
| Gestaltung | Sehr flexibel: eigenes Design, Medien, Infopunkte | Einheitliche Oberfläche der Plattform |
| 3D-Ansicht und Maße | Grundriss mit Standortanzeige | Puppenhaus-Ansicht, Messwerkzeuge |
| VR-Brille | VR-Modus, auch offline | VR-Ansicht über die Plattform |
Welche Lösung passt zu wem?
Steht die exakte Vermessung im Vordergrund – etwa für Gewerbeflächen, Facility Management oder Bestandsdokumentation –, spielen Plattformen mit 3D-Sensoren ihre Stärken aus. Geht es um die Vermarktung von Wohnimmobilien, um ein eigenes Erscheinungsbild und um Touren, die dauerhaft ohne laufendes Abo auf der Makler-Website bleiben, ist die Kombination aus 360°-Aufnahmen und einer Software wie 3DVista eine flexible Lösung.
Wichtiger als das Werkzeug ist am Ende die Qualität der Aufnahmen: gerade Linien, ausgewogenes Licht, aufgeräumte Räume und eine durchdachte Wegeführung durch die Immobilie.
Womit arbeitet PanoraPrime?
Wir erstellen unsere Touren mit 3DVista. Sie erhalten einen Rundgang, der auf Ihrer Website läuft, in Exposé und Portalen verlinkt werden kann und sich zusätzlich als VR-Tour auf der Meta Quest 3 zeigen lässt. Mehr dazu auf der Seite Virtueller Rundgang für Immobilien.